Gäste 2009

Vom 8. bis 11. November 2009 Veranstaltungsort: Messegelände Leipzig


Zum 10. Mal lädt die Internationale Fachmesse GÄSTE vom 8. bis 11. November 2009 auf das Messegelände ein. Als wichtigster Branchentreff in den neuen Bundesländern bietet die GÄSTE einen reich gedeckten Tisch an innovativen Produkten und sachkundigen Dienstleistungen für Gastronomie, Hotellerie und Gemeinschaftsverpflegung.

Lesen Sie nachfolgend den Abschlussbericht der GÄSTE 2007, die vom 4. bis 7. November 2007 in Leipzig stattgefunden hat.

Stand: 26. Juni 2008


Stabile Resonanz: 20.000 Besucher kamen zur GÄSTE 2007
Aussteller loben hohe Quantität und Qualität der Geschäftskontakte

(Leipzig, 7. November 2007) Rege Geschäftskontakte, lebhafter Erfahrungsaustausch, spannende Wettbewerbe und viele interessante Angebote für Gastronomie, Hotellerie und Gemeinschaftsverpflegung bestimmten die vier Messetage der GÄSTE 2007, die am 7. November zu Ende ging. Mehr als 20.000 Besucher (2005: 19.900 Besucher) begutachteten auf dem Leipziger Messegelände das Angebot der 344 Aussteller aus sechs Ländern. „Nach dem Tourismus-Rekordjahr 2006 und der anhaltend positiven Entwicklung in den vergangenen Monaten blickt die Branche optimistisch in die Zukunft“, resümiert Messe-Geschäftsführer Josef Rahmen. „Das hat sich in der stabilen Besucherzahl der GÄSTE 2007 ebenso widergespiegelt wie in der Geschäftstätigkeit und der guten Stimmung auf der Fachmesse.“

Die unabhängige Besucherbefragung des Leipziger Instituts für Marktforschung bestätigt dieses positive Fazit. 75 Prozent aller Befragten sahen ihre Messeziele als erreicht an. Jeder zweite Befragte schätzte ein, dass sich die Situation der Branche in Zukunft spürbar verbessern wird; 2005 waren es noch 35 Prozent.

Eine erfolgreiche Bilanz zieht auch Projektdirektorin Ulrike Lange. „Zahlreiche Aussteller berichteten, dass sich die Kontakte am Stand gegenüber 2005 quantitativ und qualitativ wesentlich verbessert haben“, sagt sie. „Deutlich spürbar war, dass der Anteil der Entscheider und Mitentscheider unter den Besuchern gewachsen ist - von 45 Prozent auf der GÄSTE 2005 auf 54 Prozent in diesem Jahr.“ Die Investitionsbereitschaft steige auch in kleinen und mittelständischen Hotel- und Gaststättenbetrieben wieder an, meint Lange und ergänzt: „Auf der GÄSTE konnten sich die Unternehmen dafür umfassende Informationen holen - zu effizienter Küchentechnik ebenso wie zu Erfolg versprechenden Marketing-Strategien.“ Darüber hinaus standen aktuelle Themen wie frische regionale Kost, gesunde Ernährung, das neue Berufsbild des Fleischerhandwerks und Karrierechancen in Hotellerie und Gastronomie im Mittelpunkt der Messe.

Für die Aussteller hat sich die GÄSTE gelohnt: 84 Prozent gaben in der unabhängigen Befragung an, ihre Ziele erreicht zu haben. Ebenso viele erwarten ein gutes Nachmessegeschäft. 85 Prozent beurteilten den Messeerfolg positiv. Im Jahr 2009 wollen sich 81 Prozent der Aussteller erneut an der Fachmesse beteiligen.

Kochkunst vom Feinsten

Für gute Stimmung in den Hallen sorgten auch die vielen Veranstaltungen des Rahmenprogramms - darunter Shows mit den Fernsehköchen Stefan Marquard und Martin Baudrexel, Vorführungen der Deutschen Barkeeper-Union sowie der Gemüseschnitzer des „Wang-Xiang-Dream-Teams“. Besonderer Höhepunkt war erneut der „Internationale Leipziger Preis der Köche“, der zum achten Mal auf der GÄSTE ausgerichtet wurde. Die Konkurrenz der sechs Finalisten entschied das Team Alois Gasser und Daniel Ballnik für sich. Mit ihren Kreationen „Reh trifft Wachtel“ sowie „Die Kraft der Birne“ trafen die Österreicher den Nerv der Jury am besten. Als Zweitplatzierte gingen Thomas Brunk (Finsterwalde) und Johannes Wagner (Berlin) mit einer „Molekularen Komposition vom Kalb“ sowie einer „Pina Colada Inspiration“ ins Ziel. Die Bronzemedaille errangen Hans Joachim Burger aus Elzach und Thomas Marienfeld aus Altenburg.

Großer Auftritt für den Nachwuchs

Spannende Herausforderungen bot die GÄSTE 2007 für den Berufsnachwuchs. So kämpften rund 240 Jugendliche im sächsischen Azubi-Wettbewerb des Fleischerhandwerks um Medaillen und Pokale. Als Beste ihres Fachs wurden Tobias Piehler vom Berufsschulzentrum Wilkau-Haßlau für seine Grillplatte, Michaela Maiwald von der Fleischerei Weber aus Neueibau für ihren Rollbraten, Milena Weig vom Berufsschulzentrum (BSZ) Dresden für ihren Präsentkorb und Stefanie Rehm vom BSZ Wilkau-Haßlau für ihre Kanapeeplatte gekürt. Den Mannschaftswettstreit gewann das Team 1 vom BSZ Dresden.

19 junge Gastronomen gingen im 17. Jugendwettbewerb des Internationalen Kochkunstvereins zu Leipzig 1884 e.V. an den Start. Dafür war eine Vorspeisenplatte zum Thema „Fit statt Fett“ anzufertigen, die aus einer Timbale aus Aspik, einer Gemüseterrine, einer Hähnchenroulade und zwei Saucen bestand. Den Susanna-Eger-Wanderpokal für die fachlich beste Arbeit nahm Daniel Hornickel von Apels Garten Leipzig für seine Kreation „Herbstliche Geflügelimpressionen“ mit nach Hause. Der Pokal des Oberbürgermeisters der Stadt Leipzig, der Optik und Geschmack beurteilt, ging an Nils Jenke vom Renaissance Hotel Leipzig für sein Werk „Viva Vital“.

Die entscheidende Stunde schlug auf der GÄSTE auch für die Teilnehmer am „Wettbewerb Junger Euroköche“ 2007: Sie trugen auf der Fachmesse ihr Finale aus. Dabei konnte das Team vom Evangelischen Schulzentrum Leipzig die internationale Jury am besten überzeugen. Lara Koelsch, Johanna Andrea und Sylvia Wolf siegten mit ihrer Interpretation des Traditionsgerichtes „Leipziger Allerlei“.

Weitere Meistertitel wurden an Obst- und Gemüseschnitzer verliehen, die nach den Regeln der original chinesischen Gemüseschnitzkunst ihre Besten ermittelten. Einen Wettstreit lieferten sich zudem elf kreative Teams aus Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen, die am Wettbewerb TOP-TAFEL-IDEE teilnahmen.

Gesundes und Schmackhaftes für Kinder

Wichtige Meilensteine setzte die GÄSTE 2007 in Sachen gesunde Ernährung von Kindern und Jugendlichen - ein Thema, das in Politik, Medien und Öffentlichkeit mittlerweile heiß diskutiert wird. Auf dem überaus gut besuchten 3. Kongress zur Schulverpflegung stellten Fachleute unter anderem nachahmenswerte Modelle zur Mittagsversorgung in der Schule vor und tauschten sich über Strategien aus, Kinder zum Geschmack zu erziehen und ernährungsbedingte Krankheiten - die heute bereits jährliche Kosten von 70 Milliarden Euro verursachen - zurückzudrängen. Begleitet wurde die Diskussion von einer gemeinsamen Kochaktion, bei der die Spitzengastronomen Sarah Wiener, Silvio Escher, René Bobzin und Ernst-Ulrich Schassberger gemeinsam mit Schülerköchen aus Thüringen, Sachsen-Anhalt und Brandenburg am Herd standen.

Mit der Aktion „Sachsen genießen - Kinder, das schmeckt!“ stellten das sächsische Umwelt- und Landwirtschaftsministerium sowie der DEHOGA Sachsen e.V. eine weitere Initiative zur gesunden und schmackhaften Ernährung der Heranwachsenden vor. Ziel der Aktion, an der sich Gaststätten aus allen Regionen des Freistaates beteiligen, ist es, Kindern und ihren Eltern frische Kost aus heimischen Zutaten schmackhaft zu machen. „Kinder sind die Feinschmecker von morgen“, betonte der sächsische Agrarminister Roland Wöller während der Präsentation der Aktion. „Wir sollten ihre Essgewohnheiten nicht dem Zufall oder gar Pommes & Co. überlassen.“ Die Tatsache, dass heute bereits 15 Prozent aller Drei- bis  17-Jährigen übergewichtig und jedes sechste Kind in Deutschland sogar fettsüchtig seien, stelle die Gastronomie und Ernährungswirtschaft vor eine große Herausforderung, so der Minister. 


(Leipzig, 3. September 2007) Jede Beschwerde ist eine Chance, den Service zu verbessern und unzufriedene Kunden zurückzugewinnen. Das erfolgreiche und effektive Management von Beschwerden gehört zu den Schwerpunkten des Forums „Marktplatz Hotel“ auf der Messe GÄSTE 2007, die vom 4. bis 7. November in Leipzig stattfindet. Auf der Veranstaltung, die vom Hotelverband Deutschland (IHA) e. V. sowie von den DEHOGA Sachsen, Thüringen und Brandenburg ausgerichtet wird, diskutieren Unternehmen der Hotel- und Gastronomiebranche außerdem über Energieeffizienz, Online-Vertrieb, Einkaufsmanagement und Sterne-Klassifizierungen.

Ein unzufriedener Gast erzählt sein negatives Erlebnis an bis zu 15 potenzielle Gäste weiter. Deshalb sollten Hotel- und Gastronomiebetriebe jedes Problem ernst nehmen und ihre Kunden gezielt nach der Zufriedenheit mit den einzelnen Servicebereichen fragen.

Keinesfalls dürften solche Nachfragen zur leeren Floskel verkommen. Ein „Hat's geschmeckt“ muss ehrlich gemeint sein und an jeden Gast am Tisch gerichtet werden. Mit einem „Nein“ als Antwort könnten jedoch nur gut geschulte Mitarbeiter umgehen. Nur wer ein festes Repertoire für das Beschwerdemanagement im Kopf habe, könne sofort reagieren und eine angemessene Entschädigung bieten. Wer Verantwortung tragen soll, muss auch die Kompetenz haben, Entscheidungen zu treffen.

Kritiker sind Helfer

Kritische Gäste sind keine Nörgler oder Querulanten! Besser als Fluchtreflexe oder lange Rechtfertigungen ist genaues und ruhiges Nachfragen, welche Erwartungen nicht erfüllt wurden und wie die Enttäuschung gemildert werden kann. Dies könne zum Beispiel ein kostenfreier Aperitif, ein frisches Gericht oder auch ein Gutschein sein. Wer fragt, dem kann geholfen werden. Wer Schwächen erkennt, kann sie abstellen, Qualität und Leistung perfektionieren. Kritik ist ein Angriff, denn die meisten Gäste möchten mit ihrer Beschwerde eine Chance zur Verbesserung geben und honorieren Entgegenkommen. Dafür sollten die Unternehmen dankbar sein. Mit Offenheit für Kritik und für Veränderungen zeigt ein Dienstleister, dass er seine Gäste ernst nimmt. Im besten Fall wird aus einem kritischen Gast ein Stammkunde. 

Über erfolgreiches Beschwerdemanagement als unternehmerische Chance informiert Dirk Ellinger, Geschäftsführer des DEHOGA Thüringen e. V., im Rahmen des viertägigen Forums „Marktplatz Hotel“, das zum dritten Mal auf der Leipziger Fachmesse GÄSTE ausgerichtet wird. Außerdem präsentiert er im Fachvortrag „Servicequalität – Modeerscheinung oder Management-Chance?“ das Qualitätssiegel „Q ServiceQualität“ – eine Initiative, die inzwischen in neun Bundesländern etabliert ist.

Neue Gäste aus dem Internet

Knapp ein Drittel aller Reisen wird heute über das Internet gekauft (GfK-Studie WebScope 2006). Rund zwölf Millionen Deutsche und damit jeder Fünfte bucht seinen Urlaub online. Vor allem Hotels sind gefragt, denn oft ordern die Kunden im Web einzelne Bausteine für ihre Privatreisen.

Auch als Informations- und Vergleichsmedium gewinnt das Internet zunehmend an Fahrt: 39 Prozent der Deutschen informieren sich vor ihrer Reise im Web über ihr potenzielles Ziel („Reiseanalyse 2007“). Besonders beliebt sind dabei Preisvergleiche. Wie Hoteliers die Vertriebswege im Internet erschließen und erfolgreich nutzen können, erklärt Axel Möller, Geschäftsführer der Hamburger webres GmbH, in seinem Workshop „Der Gast kommt aus dem Netz – Wie angeln Sie sich Internet-Surfer, Reisebüros und Firmenreisestellen?“

Kleine Hotels meist offline

„Hotels mit weniger als 20 Zimmern bieten ihre Betten nur vereinzelt auf den großen Hotelplattformen an“, beobachtet Axel Möller. „Auch Landhotels sind nur selten online, und selbst größere Stadthotels schöpfen nicht alle Möglichkeiten aus.“

Dabei hätte jedes kleine Privathotel die Chance, auf diesem Weg mit den großen Ketten gleichzuziehen und von potenziellen Kunden besser wahrgenommen zu werden. „Oft liegt die Online-Abstinenz daran, dass die genaue Kenntnis über die Vernetzung der verschiedenen Vertriebswege fehlt“, erläutert der webres-Geschäftsführer. Die Plattformen werden über unterschiedlichste Quellen bestückt: Hotels, Reisebüros, diverse Reservierungssysteme... Häufig sei es mühsam, jede Plattform separat zu pflegen. Deshalb böten sich Management-Systeme an, die die Angebote abgleichen und dafür sorgen, dass bereits gebuchte Zimmer von allen Plattformen verschwinden.

Wichtig sei, sorgfältig auszuwählen, welche Online-Anbieter für das Haus bedeutsam sind. Zudem gelte es, die eigene Webseite gut in Suchmaschinen zu positionieren, um Direktbuchungen zu erzielen.

Komfort halten, Energie sparen

Raumwärme und Warmwasser verursachen 63,1 Prozent des gesamten Energieverbrauchs in der Hotelbranche. Kochen ist mit knapp elf Prozent der zweite große Posten auf der Stromrechnung (Energiekampagne Gastgewerbe; nach Hermes, 1999). Energiefresser wie uneffiziente Heizungssysteme treiben die Rechnung in die Höhe.

Stromverschwender aufzuspüren und abzuschalten, kann Einsparungen zwischen acht und 40 Prozent bringen. Wie sich das realisieren lässt, ohne den Komfort herunterzuschrauben, berichtet Rainer Mutschler vom Berliner Umwelt-Forschungsinstitut Adelphi Research gGmbH in seinem Seminar „Steigende Energiekosten im Hotel und kein Ende – Was kann ich tun und was bringt es konkret ein?“

Mutschler ist Initiator der im März 2006 gestarteten „Energiekampagne Gastgewerbe“, die die Betriebe mit Energie-Spartipps, Checklisten, Berechnungsprogrammen, Verbrauchsanalysen, Vergleichsdatenbank oder Fallbeispielen beim Energiesparen unterstützt. An der Initiative, die vom DEHOGA auf Bundes- und Länderebene sowie dem IHA durchgeführt und vom Bundesumweltministerium unterstützt wird, nehmen bereits 3.000 Gastronomen und Hoteliers teil. Nähere Informationen zur „Energiekampagne Gastgewerbe“ sind hier verlinkt.

„Sternstunde“ auf der GÄSTE

In einer feierlichen „Sternstunde“ erhalten Beherbergungsbetriebe aus Brandenburg, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen am 5. November 2007 ihre Klassifizierungen. Der Branchentreff „Marktplatz Hotel 2007“ bietet zudem Gelegenheit, über den Marketingvorteil der Sterne-Klassifizierungen zu diskutieren und Erfahrung zur Deutschen Hotelklassifizierung und zur G-Klassifizierung auszutauschen.

„Marktplatz Hotel 2007“ – Das Forum für die Hotellerie

4. bis 7. November 2007, täglich 10 bis 18 Uhr
Leipziger Messe, Forum, Messehalle 5

Die Themen im Überblick:

  • „Beschwerdemanagement – Jede Beschwerde ein Erfolg!“
     
  • „Steigende Energiekosten im Hotel und kein Ende – Was kann ich tun und was bringt es konkret ein?“
     
  • „Servicequalität – Modeerscheinung oder Managementchance?“
     
  • „Sternstunde“ – Deutsche Hotelklassifizierung und G-Klassifizierung
     
  • „Der Gast kommt aus dem Netz – Wie angeln Sie sich Internet- Surfer, Reisebüros und Firmenreisestellen?“
     
  • „Rendite Turbo Einkauf – Professionelles Einkaufsmanagement als top Renditefaktor und Anti-Stress-Programm“
     
  • „Zukunftschance Gastgewerbe“ – Informationsforum und JOBBÖRSE für den Berufsnachwuchs aus Hotellerie und Gastronomie
     
  • „Karriere durch Zusatzqualifikationen“ – Tourismus- und Hospitality-Studiengänge in Deutschland
     
  • Podiumsdiskussion zu Rundfunkgebühren



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